11. August 2012

Saturday's reading : Warum...

...wir nicht mehr abhängig sind
Gewidmet der lieben Verkäuferin von letzter Woche, die mir die Clutch aus den Achtzigern für 7,50 gab und die Ketten dazu umsonst, Schnäppchenjägern wie Katze, die meist zuerst die wirklich interessanten Stücke entdecken und allen, die sich sonst noch in diesem Text wiederfinden.

"Wer suchet, der findet." - Und das in Zeiten wie diesen besonders schnell. Noch vor gar nicht so langer Zeit konnte es Jahre dauern, sich einen Pelz leisten zu können oder besser, um sich bei dieser Kolumne nur auf Mode zu spezialisieren und es zu einem ganzen werden zu lassen, sich die elegante Abendmode nach Hause zu holen. Heute haben wir eine Freundin mit Kontakten zu Fotografen, die uns zum Beispiel zu einem Fotoshooting verhelfen können, haben Mütter und Großmütter, die mit ihrem Pelz und anderen Wertstücken kaum mehr anzufangen wissen, als dass sie diese wohl behütet bei ihren Enkeln wiederfinden, und auch sonst lässt sich so allerhand in günstigen Secondhandshops und Flohmärkten finden, die wir als stilbewusste Menschen natürlich regelmäßig aufsuchen. - haha

Plötzlich wissen wir, wo man günstig eine Vintageclutch oder alte Blusen herzaubert, wir wissen, zu welchem Laden man sich begeben muss um die hochwertigsten Lederjacken zu bekommen und den S- & U-Bahnplan können wir im Schlaf aufsagen. Wir waren schon überall und überall wo wir noch nicht waren, sollten wir, unserer Meinung nach, auch niemals sein. Nie gab es eine Zeit, in der wir so leicht an das rankamen, was wir wollen. Der schicke Laden mit dem langersehnten kleinen Schwarzen hat schon zu? Dann gehen wir einfach was trinken! Klingt alles etwas hochnäsig, nicht wahr? Aber, und das sollten wir uns alle einfach eingestehen, der ein oder andere wird sich mit diesen Beispielen sicher identifizieren können. In der heutigen Zeit bekommt jeder das, was er will, vorausgesetzt er will es wirklich. Als heutige Meister der Spontanität sind wir bereit, mit jeder Situation umzugehen, wie sie gerade kommt und im Zweifelsfall kennen wir immernoch ein Café um die Ecke oder einen Flohmarkt, wo es die Lederjacken eh viel günstiger gibt. - So lässt sich der Alltag leben.

Nicht selten habe ich mich gefragt, woher das eigentlich kommt. Meister der spontanen Ideen, Könige im Zeitvertreiben, stolze Besitzer des Blazers aus den Achtzigern mit Schulterpolstern, die, auch wenn sie wohl gut gemeint waren, verboten nach Achtzigern aussehen, und das soll für sich sprechen, um die Ecke für fünf Euro ergattert, weil der Verkäufer auf dem Stand 'das Ding' endlich loswerden wollte. Abhängigkeit entsteht, sobald es zwei Dinge gibt: Mangel an dem, woran man hängt und Angst, die meist darauf folgt. In einer Zeit wie dieser, wo man sich vor Secondhandshops, Vintageläden und Flohmärkten kaum noch retten kann, ist es klar, dass die Auswahl überrascht, das Kleid nicht mehr so schillert und glänzt wie es zuerst schien, und man sich lieber zwei Ecken weiter nach etwas neuem umsieht. Geld haben wir kaum, doch wer seine Garderobe durch Blusen für jeweils zwei Euro, Lederjacken für sieben und Levisjeans vom Flohmarkt für drei zusammensetzt, braucht auch nicht sonderlich viel davon. Ist uns ein Teil zu teuer, handeln wir runter oder suchen den nächsten Store auf. Warenmangel gibt es kaum mehr und das kleine Jäckchen wird der Konkurrenz im Kleiderschrank eh nicht standhalten, weshalb wir es auch wieder zurück an die Stange hängen können. Sterben werden wir davon jedenfalls nicht.

2012 ist zu einem Jahr geworden, in dem es kaum noch eigene Trends gibt. Jetzt trägt man das kleine Schwarze aus den Zwanzigern, die Jeansjacke von Papa aus den Achtzigern und ein Blümchenkleid, das leider nicht aus dem Kleiderschrank unserer Mutter stammte, die solche Kleider bevorzugt in den Sechzigern trug, sondern aus dem letzten H&M-Sale - Alles ist eben doch nicht möglich.

Doch hoffen wir in solch einer Zeit weiter, die Schuhe aus den Vierzigern wird sonst niemand in unserer Stadt tragen und lasst uns unsere Schätze weiter mit so viel Liebe behandeln, wie es ein Stück aus den vergangen Jahrzehnten nur verdient haben kann.

9. August 2012

Experience

We were waiting for so long.

4. August 2012

Making the days count without making excuses





3rd & 4th of August

Einkaufen in Secondhandshops und der Garage mit Katze.
Kilopreise, die Röcke für zwei Euro und Mittwoch von 11 bis 13 Uhr gibt es alles 30% reduziert.
Einige Mängel reparieren und die ein oder anderen Knöpfe anbringen.
Vintage.

17. Juli 2012

Sommer in unseren Köpfen

Tatsächlich war ich ziemlich überrascht als ich hörte, dass einige von euch erst im August Ferien bekommen. In einer Zeit, in der ich bereits auf eine neue Schule gehe, in einem neuen Klassenraum sitze, und mehr als dreißig neue Namen und nicht zu vergessen Menschen, hinter diesen Namen, kennenlernen werde. In einigen Stunden geht es für mich ab in den Urlaub. Zwei Wochen an den Ort, an dem ich, so bemerkte ich nach langer Zeit, jedes Jahr auf's Neue am glücklichsten bin. Ich werde dort nicht bloggen und auch sonst irgendwie ohne Carrie Bradshaw, Barney Stinson und Blair Waldorf auskommen müssen. Das habe ich für mich selbst entschieden. Es ist unglaublich viel passiert während meiner Blogpause. Ich durfte den unvergessbaren Duft der Fashion Week einatmen, und den von frischem Flieder in meinen Händen, durfte früh morgens aufstehen, um den frisch eröffneten Primark zu begutachten und habe nebenbei mein Zimmer in ein Heim verwandelt, aus dem ich im Nachhinein gar nicht mehr rauswill. Habe mir das kleine Stückchen Skandinavien nach Hause geholt, so hoffe ich jedenfalls. Auf das wir alle noch eine schöne Zeit haben werden. Die wir mit etwas besseren Wetter und etwas besseren Menschen normalerweise Sommer nennen.
- Emily


Ps: Unten erwarten euch wenige, aber dafür umso strenger ausgewählte Sommersongs. In der Hoffnung, sie werden eure Tage genauso wunderschön begleiten, wie sie es schon bei mir geschafft haben.